Wir sind Landwirtschaft verbindet Österreich.


Wir sind die österreichischen Bäuerinnen und Bauern. 


Für die Zukunft unserer Höfe, unserer Kinder und der Lebensmittelsicherheit einheimischer Produkte!

1. Regional statt zunehmendem Import!

Die Umsetzung der bestehenden und die auf uns zukommenden Auflagen,werden für die Landwirte mit erheblichen Einschränkungen und deutlichen Mehrkosten bei sinkenden Erträgen verbunden sein. So wird unsere regionale Lebensmittelproduktion, die gesellschaftlich immer wieder gefordert wird, weiter geschwächt. Das Resultat: Der Lebensmittelimport wird steigen und zwar ohne Einfluss auf ökologische und soziale Standards im Herkunftsland.

Das ist weder in unserem Sinne, noch entspricht es dem Wunsch des Verbrauchers. Nur hier in Österreich können wir MITeinander gestalten, wie unsere Lebensmittel erzeugt werden. Ernst gemeinter Umwelt-, Arten- und Tierschutz in der Lebensmittelproduktion kann nur hier vor Ort und nicht in Übersee geleistet werden!

Darüber hinaus, muss die gesellschaftliche Forderung nach mehr Umwelt-, Arten- und Tierschutz auch immer mit Antworten nach der Finanzierung dieser durch die Gesellschaft verknüpft werden.



2. Kooperation statt Verbotspolitik!

Wir Landwirte stehen für Insekten- und Naturschutz, für sauberes Grundwasser und gesunde, hochwertige Lebensmittel, für eine klimaschonende, nachhaltige Landwirtschaft und Tierwohl in unseren Ställen.

Bereits heute gibt es in unserem Land zahlreiche Aktivitäten und Kooperationen, um Tierwohl sowie Artenschutz nachhaltig und wissenschaftlich basiert weiterzuentwickeln und zu stärken. Wir Landwirte können das und wollen das!
Aber machbar ist dies nur unter sinnvoller Abwägung von Ökonomie, Ökologie sowie unter Berücksichtigung der sozialen Strukturen. Diesen Weg kann man nur miteinander beschreiten, nicht gegeneinander!

Eine echte gesellschaftliche Kooperation ist erforderlich: Beginnend bei der Frage an uns alle: Worauf sind wir bereit zu verzichten? Was ist uns das Mehr an Artenschutz und Tierwohl wert? Wie können wir dies finanzieren?



3. Lebendiges Land statt Land ohne Leben!

Wir Landwirte befürchten bzw. hat es sich in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass die Umsetzung der bestehenden und auf uns zukommenden Auflagen den negativen Strukturwandel in der Landwirtschaft weiter vorantreiben wird (massives Höfe-sterben).

Das ist für unsere bäuerlichen Höfe (Familienbetriebe!) in allen Bundesländern und somit für viele Arbeitsplätze in der Landwirtschaft, aber auch in den vor- und nachgelagerten Bereichen, eine reale Gefahr.

Gerade in Österreich ist jeder Arbeitsplatz im ländlichen Raum wertvoll. Diese Arbeitsplätze halten die Menschen in den Dörfern und Ortschaften und machen die ländlichen Räume liebens- und lebenswert.

Nicht selten sind es Landwirte in den Dörfern, die Feuerwehrmann, Bürgermeister, Schneeschieber und Bauer zugleich sind.



ZUR ERREICHUNG DIESER ZIELE FORDERN WIR…

  • …, dass die gesellschaftlichen Wünsche nach mehr Umwelt- und Tierschutz durch die gesamte Gesellschaft finanziell getragen werden, denn für echte Veränderungen benötigen wir ein MITeinander!

  • … eine klare Herkunftskennzeichnung für landwirtschaftliche Produkte, auch in verarbeiteten Lebensmitteln, damit Verbraucher regionale Produkte leicht erkennen und kaufen können.

  • …, dass Zielkonflikte zwischen dem Erhalt einer regionalen Lebensmittelproduktion und den steigenden Umwelt- und Tierschutzmaßnahmen endlich durch die Politik benannt werden.

  • …, dass die Ursachen des Artenrückgangs ergebnissoffen, wissenschaftlich basiert und nicht allein auf die Landwirtschaft beschränkt (z.B. LED, UMTS, Wetterschwankungen) erforscht werden, denn nur so können wir mehr Artenschutz erreichen.

  • …, dass landwirtschaftliche Flächen in Schutzgebieten auch zukünftig nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch erfolgreich bewirtschaftet werden können. Hier sind smartere Lösungen als plumpe Verbote gefragt.

  • … eine Reduzierung des landwirtschaftlichen Flächenverbrauches in Österreich sowie der dauerhaften Flächenversiegelung, denn auch das ist Natur- und Artenschutz. Täglich gehen in Österreich im Durchschnitt der letzten 10 Jahre rund 20 Hektar wertvolle Agrarflächen verloren. Setzt sich diese Entwicklung fort, gibt es in 200 Jahren keine Agrarflächen für die heimische Lebensmittelproduktion mehr.

  • …, dass bestehende Tierwohlprogramme gefördert und weiterentwickelt werden, anstatt neue Label zu schaffen, denn davon gibt es schon jetzt zu viele.

  • … die Möglichkeit zu einem echten Vertragsnaturschutz, damit wir auch mit Naturschutz unseren Lebensunterhalt bestreiten können.

  • …, dass importierte Waren mindestens dem österreichischen gesetzlichen Standard entsprechen, andernfalls sollten sie mit „unter dem gesetzl. Standard A (Austria) hergestellt“ gekennzeichnet werden

  • … eine Reduktion des bürokratischen Aufwands für die Landwirte, damit Tierwohl, Natur- und Umweltschutz praktikabel sind und wieder Spaß machen.

Landwirtschaft
verbindet Österreich

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